D.I.Y. or DIE!

D.I.Y. or die! ist die oberste Maxime für subVert und seinen Gründer Volker Lux.

Als Lux 1984 anfing zu skaten, gab es so gut wie gar nichts für Skateboarder. Streetskaten gab's noch nicht, und Halfpipe war das, wonach alle strebten. Man kannte es aus den allerersten Thrasher Magazines oder bald auch dem deutschen Monster Mag.

Aber um selber Transitions skaten zu können, musste man sie sich selber bauen.

Foto: Phil Boyd, 1987
 
1986 entwarf Volker Lux seine erste Halfpipe, die er mit seinen Freunden aus der BMX- und Skateszene Bonns in eine alte, verstaubte Halle (die "Wesselwerke") baute. Ohne sich dessen bewusst zu sein, hatten Lux & friends eine der ersten D.I.Y.-Skatehallen Europas auf die Beine gestellt!
 
 
Dort gingen einige internationale Sessions ab. Legenden wie Jeff Hedges - damaliger Amateur-Weltmeister erinnern sich noch heute daran.
Fotos: Ingo Fröbrich, Backside-Air (links) und Volker Lux, Nollie-to-fakie ((c) Helge Tscharn)
 

MIt Erreichen der Volljährigkeit übernahm Lux den Vorsitz des Bonner Skatevereins, den er später zu SuBCulture Bonn e.V. umtaufte.
Ende 1989 musste der Verein aus den (asbestverseuchten) Hallen raus und Lux übernahm die Planung eines neuen Areals - diesmal im Rheinauenpark. Er liess seiner Fantasie freien Lauf und plante alles in die Halfpipe ein, was er zuvor kennen- und lieben gelernt hatte: Vert-Extensions, eine Hip, und sogar eine Vert-Spine in eine Mid-vert-ramp! Allem gab er genug Raum - kein Wunder, dass Europas grösste Halfpipe entstand!

 
Neben seinem Zivildienst plante Lux es als Jugendprojekt und arbeitete alle interessierten Jugendlichen immer wieder in die Materie ein. So dauerte der Bau ein komplettes halbes Jahr an, aber die Stiftung Jugendhilfe kam im Gegenzug für sämtliche Materialkosten auf. Alle halfen ehrenamtlich - Lux sogar weit über 1.000 Stunden lang.
Schirmherr war der Oberbürgermeister der damiligen Bundeshauptstadt, Dr. Daniels - neben dem Lux bei der feierlichen Eröffnungsfeier in Batikhose und Birkenstocks afuftrat ;-) (Foto rechts unten)

 
Auch danach ging es weiter im D.I.Y.-Style: Lux organisierte erst einen Skateboard- und einen BMX-Contest (mit BMXern aus der Region zusammen) und dabei fing er an, Festivals vor der Halfpipe zu organisieren, die er - ebenfalls ehrenamtlich - im Monatsrythmus organisierte - mit bis zu 20 Bands, die gegen geringe Gage auftraten. Maximal 250 DM gingen an die Headliner, wie z.B. die H-Blockx!
 
 
Do It Yourself! war immer wieder für Lux die Mutter aller Taten. So kam Lux später zur eigenen Eventagentur, baute sich seine eigene Marke auf, einen Vertrieb, einen Shop, gründete einen weiteren Verein (den Skate Vert e.V. (später: Rollsport Hamburg e.V.)), Initierte das subVert Cuba Project  (noch lange bevor es Skateistan o.ä. gab) und stellte die SkaReCo Skatehall auf die Beine - meistens
aus der Not heraus, weil halt einfach etwas geschehen musste!
 
Demnächst dazu mehr.
 
Jetzt gibt's erstmal ein Filmchen, in dem D.I.Y. und was dahinter steckt gut beschrieben wird - danke dafür an den 2er und Levi's!