Leerstand zu Skatehallen

Wie kommt man zu einem trockenen, möglichst auch nie überfrierenden Skatespot, ohne zu viel Geld in die Hand nehmen zu müssen?

Die beste Methode ist wohl, Leerstand zu nutzen. Davon gibt es unendlich viel, und oft auch in bester Lage.

Wie kommt man da ran?

Der Schlüssel dahinter ist, dass man entweder als Zwischennutzer auftritt, mit kurzer Kündigungsfrist.

Oder als letzter Nutzer einer eh dem Abriss geweihten Halle.

Zudem muss man einiges an Vorarbeit leisten und sich das Vertrauen der Verantwortlichen oder dessen Umfeld langwierig erarbeiten, z.B. durch Workshops/ Skateunterricht - vor allem für Kinder.

 

Eine kurze Kündigungsfrist ist kein grosses Problem, wenn man da nur mobile Rampen reinsetzt (und einen Lagerplatz hat, falls man nicht schon über einen neuen Aufstellplatz verfügt)

Mehr kann man realisieren, wenn man eine Halle für mind. 2 Jahre zugesichert bekommt, was natürlich nur passiert, wenn der Besitzer Gewissheit hat, dass ihm in dem Zeitraum kein Vermögen durch die Lappen geht.

 

Volker Lux lernte das schon vor knapp 30 Jahren, als er im Winter 1986 mit Freunden seine erste Halfpipe baute. Der Vater eines BMXers hatte alte, dem Abriss geweihte Industriehallen (die Bonner Wessel Werke) klargemacht. Was der "Wessel Action Team e.V." (seit 1991"SuBCulture Bonn e.V.") dann in den darauffolgenden zwei / zweieinhalb Jahren vollbrachte, sicherte ihm die Untestützung des Jugendamtes sowie der Stiftung Jugendhilfe der Sparkasse. So konnte der Verein unter Lux' Leitung 1991 Europas grösste Halfpipe bauen, die 18 Jahre lang stand und den Skateboard-Europameister sowie den BMX-Vizeweltmeister hervorbrachte, Europa- und Worldcups beherbergte und etliche Festivals... Mehr dazu auf subvert.de/DIY-or-DIE
 

Volker Lux geht diesen Weg nun erneut. Nachdem er viele Workshops auch gratis gegeben hatte, zudem für Shows mit dem Freestyle-Weltmeister gesorgt hatte, hat er nun die volle Unterstützung der Stadtverwalltung - und auch eines wachsenden Teils der Bevölkerung. Darüber verfügte Lux über ausreichend Vitamin-B, um erfolgreich die Besitzer eines leerstehenden Ladens zu überzeugung.

Er hat nun eine temporäre Skatehalle eröffnet - in allerbester und in Deutschland noch nie dagewesener Location: in einem ehemaligen Karstadt mitten in Pinneberg's Fussgängerpassage! Mehr dazu in den Medien:

 
 
Die Halle wird nachmittags vornehmlich von jungen Teenagern angenommen. Vormittags sind Kitas und Grundschulen eingeladen, in Gruppen zu kommen.
 
Hilfreich: vor der Halle haben wir subVert-B-Boards aufgestellt, somit ist da immer viel Action. (Foto siehe Facebook)
 
Nach erfolgreichem Start werden nun die ILO-Werke direkt am Pinneberger Bahnhof in Angriff genommen. Diese werden gerade verkauft, die letzte Halle wird wohlin 3 Jahren abgerissen.
 
Stay tuned!